Geschichte

Geschichte des immomänt

 

Aus einem brennenden gesellschaftlichen Anliegen heraus, fand sich im Herbst 2006 eine Gruppe von Frauen zusammen. Gemeinsam bündelten sie ihre Ideen und Gedanken, und setzten sich den Aufbau einer Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz zum Ziel. Eine herausfordernde Aufgabe, welcher sich jede Einzelne mit grosser Sensibilität und Motivation annahm. Auf dem Weg von der Vision zu deren Realisierung brauchte es einen langen Atem.

 

Die Initiantinnen waren nicht alleine in ihrer Mission, konnten sie auf die ausserordentlich ideelle und beratende Unterstützung der Leiterin von «Der rote Faden» in Luzern zählen.

Nach unzähligen, in das Projekt investierten Stunden war es schliesslich am 18. Oktober 2007 soweit. Mit der Gründung des Vereins immomänt konnte der erste Meilenstein gesetzt werden. Den Vorsitz des neu gegründeten Vereins übernahm Christine Burri-Steiner, wobei unter ihrer Leitung das Konzept der Tagesbetreuung konkrete Form und Gestalt annahm. Währenddessen liefen auch die Öffentlichkeitsarbeit und die Gönnerwerbung auf Hochtouren.

Das Fundament des Vereins wurde erstmals leibhaftig im September 2008 gelegt, als der Mietvertrag zur Wohnung an der Luzernstrasse 31 unterzeichnet wurde, dem künftigen Dreh- und Angelpunkt der entstehenden Wirkungsstätte. Den Bedürfnissen der erwartenden Gäste entsprechend wurde die Wohnung durch Esther Brun und Bethli Lustenberger liebevoll eingerichtet.

 

Endlich war der Tag gekommen… Die Tagesbetreuungsstätte immomänt öffnete am 2. Oktober 2008 ihre Türen. Es wurden anfänglich je zwei Gäste an zwei Wochentagen betreut. Ursula Berger übernahm fortan die Leitung und Verantwortung für die Betreuung.

Am 4. November 2008 ging bereits auch die zweite Generalversammlung über die Bühne. Eine Besondere, den mit Lisbeth Derungs-Schnider wurde die erste Präsidentin des Vereins gewählt. Am 22. November 2008 stand die Tagesbetreuungsstätte allen Interessierten zur Besichtigung offen. Die Freude war ungemein gross, denn das Betreuungs-Angebot wurde bereits rege genutzt. Die offizielle Bewilligung des Gesundheits- und Sozialdepartements Luzern traf zudem am 5. Dezember 2008 ein. Auf diese Weise kam ein aufregendes und wirkungsvolles Jahr 2008 zu Ende, bedeutete es doch gleichzeitig den Anfang aktiven Wirkens einer sozial prägenden und wichtigen Institution. Im neuen Jahr entwickelte sich der immomänt weiter, wurden im März 2009 neu je vier Gäste an drei Tagen durch ein wachsendes Team betreut. Allgemein wurde das ganze Jahr über in der Luzernstrasse 31 gewirkt. Im Besonderen konnte der neu gestaltete Garten der Öffentlichkeit bei Kaffee und Kuchen präsentiert werden. Nebst zahlreichen, interessanten Gesprächen konnte die Wirkungsstätte sichtlich für sich selbst sprechen. Deren Vielseitigkeit, aber auch Einfachheit inspiriert, und bietet den Gästen ein Gefühl des Wohlbefindens und des Daheimseins.

 

Der immomänt wurde immerzu ein bedeutsamerer Begriff in der Dorfgemeinschaft und auch über deren Grenzen hinaus. Dies wurde im Jahr 2010 mehrfach bestätigt. Einerseits durfte die Tagesbetreuungsstätte im April die grosse Unterstützung des Vereins «Malters hilft Menschen in Not» entgegennehmen, dies im Rahmen ihres Jahresprojekts Inland 2010. Andererseits erhielt der immomänt im Oktober den Förderpreis 2010, ein Check im Wert von Fr. 5'000.00, von der Raiffeisenbank Malters überreicht. Die Spende wurde am 30. Oktober 2010, im Anschluss an den «Tag der offenen Tür», in Form einer feierlichen Übergabe zelebriert.

 

In den darauffolgenden zehn Jahren wurde die Betreuung und Begleitung der demenz-erkrankten Menschen mit viel Leidenschaft und Engagement aufrechterhalten. Über all die Jahre hinweg ist das immomänt-Team gewachsen und die Tagesbetreuungsstätte konnte sich kontinuierlich weiterentwickeln.

 

Ein kleiner Überblick entscheidender Ereignisse und Veränderungen in der Zeit zwischen dem Jahr 2011 bis und mit heute:

 

  • Im März 2011 konnte der vierte Betreuungstag ermöglicht werden. Neu werden weitere vier Gäste am Freitag betreut. Des Weiteren ist der Verein immomänt neu beim Handelsregisteramt des Kantons Luzern eingetragen.
  • Im Januar 2012 wurde der immomänt von den Krankenkassen anerkannt. Die pflegerischen Leistungen können erstmals abgerechnet werden.
  • Im Juni 2012 wurde zusätzlich der Montag als Betreuungstag eröffnet. Somit werden die Gäste an allen fünf Tagen der Woche in den vier Wänden des immomänt begrüsst.
  • Am 21. September 2013 erhielt der immomänt den Fokus-Anerkennungspreis der Alzheimer-Vereinigung Luzern.
  • Im September 2015 wurde das Angebot ausgeweitet, neu sollen auch Übernachtungsmöglichkeiten für Gäste angeboten werden.
  • Im Sommer 2017 wurden Übernachtungsmöglichkeiten nur in Notfällen angeboten.
  • Ab dem Jahr 2018 hat man sich schliesslich dazu entschlossen, dass keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr angeboten werden.
  • Im Jahr 2019 wird das Angebot des immomänt weiterhin rege genutzt. Es muss eine Warteliste eingeführt werden.
  • An der Generalversammlung 2019 trat Lisbeth Derungs-Schnider nach über zehn Jahren als erste Präsidentin des Vereins zurück. Mit Pia Hocher-Zumbühl übernahm eine weitere, engagierte Frau das Amt. Auch Christine Burri-Steiner hat sich aus dem immomänt zurückgezogen. Von nun an wird der immomänt ohne deren zwei wichtigen Hauptgründerinnen, Christine Burri-Steiner und Ursula Berger-Baumeler, welche 2016 den immomänt verlassen hat, weitergeführt. Ein spezieller Moment, wo doch gerade diese Beiden der immomänt über Jahre hinweg stark geprägt haben.